Binaurale Beats.

Binaurale Beats sind seit langem bekannt. Sie sind eine deutsche Entdeckung.

Prof. Heinrich Wilhelm Dove hat 1839 in seinem Buch "Repertorium der Physik" das erste Mal binaurale Beats beschrieben.

Leider haben binaurale Beats in der früheren Vergangenheit nicht den Durchbruch geschafft, da Hirn-Frequenzen nicht einfach mit der damals vorhandenen Technik gemessen werden konnten.

Erst in der heutigen Zeit bekommen binaurale Beats den Platz in der Psychologie, der ihnen zusteht.

Oft ist ein (moderner / aktueller) Begriff zwar in ‚aller Munde‘, doch die wenigsten Menschen wissen auch tatsächlich, um was es denn so richtig wirklich geht.

Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, ein paar Hintergrund-Informationen zu den binauralen Beats auszuarbeiten, damit genau dieses Phänomen der nicht wahrgenommenen Unkenntnis bei Ihnen nicht eintreten wird.

Binaural ist ein Wort, das aus dem Lateinischen kommt und ‚mit beiden Ohren‘ bedeutet.

Losgetreten wurde alles durch die ursprüngliche Entdeckung des deutschen Physikers Heinrich Wilhelm Dove im Jahr 1839. Seine Forschungsergebnisse stießen leider für lange Zeit auf nicht besonders großes Interesse, bis sich viel später der amerikanische Biophysiker Dr. George Oster in New York der Sache erneut und intensiver annahm. In den 1970-er Jahren veröffentlichte er in einer wissenschaftlichen Zeitung seinen ersten Artikel zu diesem Thema, wobei er auch zusätzlich noch seine eigenen weitergeführten Ergebnisse mit einfügte.

Beginnen möchten wir mit einem kleinen Exkurs, weil Sie dann die weiteren Erklärungen besser herleiten können. - Sicherlich kennen Sie das Gefühl, wenn Sie bestimmte Bilder anschauen und dann gefragt werden, ob Sie meinen, dass z.B. beide Striche gerade verlaufen, … – es handelt sich hier um die sog. optischen Täuschungen – diese sind den meisten Menschen geläufig..

Und genau so etwas gibt es im akustischen Bereich auch – also eine Art akustische Täuschung – und das ist das Wirkprinzip der binauralen Beats.

Jedem Ohren wird mittels Kopfhörer eine leicht differenzierte Frequenz ‚vorgespielt‘, wobei diese beiden einzelnen Frequenzen nicht mehr als 30 Hz voneinander abweichen dürfen (sonst würde man 2 völlig unterschiedliche Töne wahrnehmen) und auch nicht mehr als 1.500 Hz betragen dürfen. Wichtig ist dabei unbedingt der Einsatz der Kopfhörer, denn mit ‚normalem‘ Stereo funktioniert das nicht – es muss zwingend auf jedem einzelnen Ohr der entsprechende Ton alleine ankommen.

Diese Frequenz-Wahrnehmungen werden dann im Gehirn ‚umgewandelt‘, genauso, wie das beim Räumlichen Sehen von statten geht. Das Gehirn rechnet aus der Differenz (z.B. 290 Hz / linkes Ohr – 270 Hz / rechtes Ohr = 20 Hz) der beiden Einzelfrequenzen jeweils die Hälfte (20 Hz : 2 = 10 Hz) auf die niedrigere Einzelfrequenz drauf (270 Hz +10 Hz = 280 Hz) und zieht diesen Wert gleichzeitig bei der höheren entsprechend ab (290 Hz -10 Hz = 280 Hz), woraus sich dann eine neue Gesamtfrequenz ergibt (= 280 Hz), die dann den Ausgangswert darstellt. Sie nehmen dies neue Gesamtfrequenz dann als eine Art pulsierenden Ton wahr, der auf dem Niveau von 20 Hz schwingt. Daraus ergibt sich dann, dass die Binauralen Beats keine überlagerten Schallwellen darstellen.

Liegen die Frequenzunterschiede in einem höheren Bereich als 30 Hz, dann können die typisch pulsierenden Schwebungen der Binauralen Beats nicht mehr entstehen, weil man die Töne dann als zwei ‚getrennte‘ Töne wahrnimmt.

Anwendungsgebiete für die Binauralen Beats liegen in der Forschung (z.B. räumliches Hören, Ablauf von Vorgängen im Gehirn, usw.) und der Medizin (z.B. Stimulation von Gehirnwellen, um Konzentration, Entspannung und Schlaf zu fördern; Diagnostik, usw.)

Dr. Oster stellte außerdem noch fest, dass diese Töne wahrgenommen werden, auch wenn sie unterhalb der Hörschwelle liegen. Daraus schloss er, dass diese Töne wohl auf eine andere Art und Weise entstehen (also im Hirnstamm selbst), als die ‚normalen‘ Töne, die wir allgemein so kennen.

Mittlerweile weiß man, dass die Binauralen Beats auch Gehirnbereiche stimulieren, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem eigentlichen Hören stehen.

Da es im neurologischen Bereich sog. Alpha, Delta, Theta, Gamma und Beta Frequenz-Bereiche gibt, kann man so dem Gehirn gezielt einen bestimmten Frequenzbereich anbieten, um entsprechend gewünschte Effekte zu erzielen – dazu an späterer Stelle nochmal mehr.

Für viele Menschen ist das Anhören dieser reinen Beats aber eher unangenehm, weil sie nur aus echten Sinustönen bestehen, die sich für unser Gehör etwa wie ein ständiges Piepsen anhören. Deswegen überlagert man sie mit ‚schöner‘ Musik, um die Anwendung in einer angenehmen Atmosphäre zu ermöglichen. Besonders bevorzugt werden dabei Klänge aus der natürlichen Umgebung (z.B. das Rauschen der Wellen) oder andere harmonische Kompositionen.

Somit fällt es natürlich leicht, ihre Anwendung zur Unterstützung von Entspannungsarbeit einzusetzen oder bei Coachings mit einfließen zu lassen. Selbstverständlich sind noch ganz viele andere Einsatzmöglichkeiten gegeben, die wir aber nicht alle im Einzelnen aufzählen können.

Doch wie bei fast allen Methoden gibt es auch hier gewisse Einschränkungen für den Einsatz. Sollten Sie zu der Gruppe Menschen gehören, die entweder in der Vergangenheit oder aktuell an Epilepsie, Schlaganfall oder Herzinfarkt gelitten haben oder leiden, dann raten wir Ihnen dringend vom Einsatz der Binauralen Beats ab. Es handelt sich hierbei um eine Methode, die Einfluss auf die Abläufe im Gehirn nimmt und genau diese Krankheitsbilder haben aber einen starken Bezug zum Bereich des Gehirns. Wenn Sie ansonsten soweit gesund sind, steht einem Einsatz nichts weiter im Wege.

Aus oben genannten Gründen möchten wir Ihnen zusätzlich noch einen allgemeinen Hinweis mit an die Hand geben, falls Sie Ihre Meditations- oder Entspannungsübungen gerne mit Entspannungsmusik untermalen. Es wäre wichtig, dass Sie im Beileger des Tonträgers nachlesen, ob die Musik grundsätzlich mit Binauralen Beats unterlegt ist.

In sehr vielen Fällen sind die ausgewählten Musikstücke tatsächlich entsprechend unterlegt, ohne das darüber viel ‚gesprochen‘ wird.

Aber Dr. George Oster war nicht der einzige, der die ursprüngliche Entdeckung von Heinrich Wilhelm Dove nochmal aufgriff. Kurze Zeit nach Dr. Oster`s Entdeckungen hat sich zusätzlich noch ein weiterer Herr mit der Thematik befasst, nämlich Robert Allan Monroe, der im weiteren Verlauf seine Forschungsergebnisse unter dem Namen Hemy-Synch patentieren ließ.

Nachdem Sie nun mit einer Menge an Wissen versorgt wurden, möchten Sie nun sicherlich auch gerne erfahren, wie die Anwendung der Binauralen Beats für Sie in der alltäglichen Praxis funktioniert.

Nun ja, an sich ganz einfach … Sie benötigen nur einen Stereokopfhörer (da sonst über die normale Stereoanlage die beiden unterschiedlichen Frequenzen gemeinsam an beiden Ohren gleichzeitig ankommen würden und somit der Effekt verloren ginge).

Beim Kauf der Titel gibt es eine Kleinigkeit zu berücksichtigen, die dann aber trotzdem wiederum für die erfolgreiche Anwendung dieser Binauralen Beats absolut ausschlaggebend ist. Sie müssen unbedingt darauf achten, dass die Tracks nicht in einem komprimierten Audioformat aufgenommen wurden (z.B. MP3oder MPEG4). Diese Versionen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr stark komprimiert sind, wodurch dann diese kleinen Frequenzunterschiede total verloren gehen und sie deshalb auch nicht mehr komplett wahrgenommen werden können - somit ist der erzielte Effekt der Beats nicht mehr gegeben.

Das hat zur Folge, dass Anwender berichten, es hätte doch alles sowieso nichts gebracht … also achten Sie bitte unbedingt auf eine ‚1A-Qualität‘, denn andernfalls können Sie sich den Aufwand und das Geld dafür doch wirklich sparen.

Wofür kann man binaurale Beats einsetzen?

Anhand von Forschungen weiß man, dass im Gehirn in verschiedenen Lebenssituationen immer eine andere Art von Gehirnwellen dominant ist. Wenn Sie sich z.B. stark konzentrieren, überwiegen in diesem Zustand die Beta-Gehirnwellen, im Gegensatz zum ‚Entspannungsmodus‘.

Diese Erkenntnis kann man nun nutzen, indem man mit den Binauralen Beats die Synchronisation der Gehirnhälften fördert, um die Leistung für Konzentration zu erhöhen, sich zu entspannen, usw.

Theta-Gehirnwellen: 4-8 Hz, Bereich der Meditation, vergleichbar mit Trance-Zustand; fördert Visualisierung, Kreativität und Inspiration; hilft dem Gedächtnis dabei, das Erlernte in einer angenehmen und entspannten ‚Umgebung‘ zu verinnerlichen.

Alpha-Gehirnwellen: 8 – 13 Hz, Bereich der allgemeinen ‚alltäglichen‘ Entspannung; fördert Einschlafen und das ‚Abschalten‘, wenn man nicht ‚runterkommen‘ kann.

Beta-Gehirnwellen: 13 – 30 Hz, Bereich der Konzentration. Hier wird die linke Gehirnhälfte mehr beansprucht als die rechte. Bei allem, was man so im Alltag tut, das Rationelle wird höher eingestuft als das Emotionale, Logik und Vernunft gehören ebenfalls in diese Bereich.

Selbstverständlich könnten wir Ihnen viel erzählen, aber das ist gar nicht unser Anliegen. Wie wir bereits im Vorfeld schon erwähnt haben, gibt es natürlich auch Studien die sich mit dem richtigen Aufbau und den Einsatzgebieten der Binauralen Beats befassen.

Besonders die University of Texas und die University of South Carolina haben sich damit intensiv beschäftigt. Außerdem können Sie zusätzlich gerne unter http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/001346947590262X und / oder
http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fpsyg.2014.01248/full

ebenfalls weiterführende Informationen nachlesen.

Im Magazin ‚Physiology & Behavior, Vol. 63, No. 2, pp. 249–252, 1998‘ wurden weiterhin die Ergebnisse einer Doppelblindstudie dargestellt, die die positiven Testergebnisse bei der Anwendung der Binauralen Beats aufzeigt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Anwendung unserer Binauralen Beats und empfehlen Ihnen bei weitergehendem Interesse zu dieser Gesamtthematik auch den Einsatz unseres Isono® Mentaltrainers.

Weiterentwicklung der Binaural Beats zu den SynaBeats®:

Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass noch sehr viel mehr möglich ist mit den Binaural Beats als Grundlage. Die Basis bilden zwar immer noch die Beats, dazu kommen zum Beispiel Frequenzen, die das Beta-Rauschen im Gehirn simulieren und dafür sorgen, dass das Gehirn sich insgesamt beruhigt und gleichzeitig in einen konzentrierten Zustand geht.

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